A Travellerspoint blog

Ab auf's Festland: Nakhon Si Thammarat

Fernab der Touristenpfade

sunny 33 °C

Nach gut einer Woche Baden und akklimatisieren haben wir uns entschlossen, aufs Festland weiterzuziehen.
Dazu sind wir mit einem Songthaew (ausgesprochen: Song-Thäo, das ist so eine Art Sammeltaxi) nach Nathon, der Hauptort der Insel.

Die Diskussion um den Fahrpreis
Zu den Songthaews ist zu sagen, dass sie innerhalb einer Stadt jeweils einen pauschalen Fahrpreis haben, wenn man ausserhalb der Stadt fährt, kann es sein, dass man je nach Distanz abgestufte Preise hat. Vom Besitzer des Palm Point Resorts haben wir den angemessenen Preis für die Fahrt nach Nathon erfahren: 30 Baht. Falls der Fahrer 50 Baht verlange, dann sollen wir ihm sagen, das sei der Preis für die Fahrt von Chaweng nach Nathon, von Mae Nam sei es die halbe Distanz!
Und prompt verlangte der Fahrer beim Einsteigen 50 Baht und so entbrannte eine Diskussion (notabene um einen Betrag von umgerechnet 60 Rappen pro Person!) um den Fahrpreis.
Als wir in Nathon aussteigen, wollte der Fahrer wieder 50 Baht pro Person und die Diskussion geht erneut los. Bis plötzlich ein älterer Herr in einer beeindruckenden Uniform (keine Ahnung, was er für eine Funktion hat. Polizei ist es nicht, vielleicht irgendein Beamter, der auf dem Taxi-Platz dafür sorgt, dasss alles mit rechten Dingen zu und her geht) daher kommt und den Fahrer fragt, worum es geht. Die beiden reden kurz miteinander (wir haben natürlich kein Wort verstanden), plötzlich sagt der Fahrer es sei ok und lässt uns gehen.
Einerseits ist es uns ziemlich blöd vorgekommen, um diesen kleinen Betrag ein so grosses Theater zu veranstalten. Auf der anderen Seite wollten wir nicht, dass wir einen anderen Preis bezahlen müssen als die Thais, bloss weil wir Touristen sind.
Aber letztendlich war diese Stürmerei die 20 Baht pro Person nicht wert...

Fähre und Microbus - ein optimales Arrangement
Für die Fahrt nach Nakhon Si Thammarat konnten wir diesmal nicht Lomprayah nehmen. Diese Strecke wird von dieser Fähre nicht bedient. Dieses Mal fuhren wir mit der Seatran Ferry [Link]. Die Fähre fährt bis Donsak, dort kann man dann in einen Microbus nach Nakhon umsteigen (also ähnliches Konzept wie bei Lomprayah). Übrigens, die Fähre ist ISO9001 zertifiziert! Da fühlen wir uns gleich viel sicherer... ;-)
Als wir dann im Microbus sassen, ist uns aufgefallen, dass wir die einzigen Westlichen Leute waren, der Rest im Bus waren Thais.
Die anderen sind vermutlich alle direkt in einem Bus nach Krabi oder Phuket gefahren.
Naja, uns war's egal.
100 - Koh Samui.JPG
Kulturschock in Nakhon Si Thammarat
Nachdem wir bis jetzt eigentlich noch sehr wenig von Thailand gesehen haben (wir sind ja vom Flughafen mit dem Bus zum Bahnhof, dort auf den Zug, dann auf die Fähre und anschliessend auf Koh Tao und Koh Samui ausschliesslich in touristischen Gegenden) haben wir bei der Ankunft in Nakhon schon einen kleinen Kulturschock erlitten. Das heisst: Es hat viele Leute, viel Verkehr, niemand spricht Englisch, wir haben keine Ahnung wo wir sind und wo wir hinmüssen...
Zum Glück hat uns der Fahrer vom Microbus uns ein Songthaew organisiert, dem Fahrer gesagt, wo wir hin wollen. Wir haben dann zwar den doppelten Preis des in der Stadt üblichen Pauschalpreises bezahlt, aber egal. ;-)
Im Thai Lee Hotel haben wir Zimmer gefunden (150 Baht pro Zimmer), die gar nicht so schlecht aussahen. Ich war jedenfalls positiv überrascht. Karin und Sascha klagten allerdings am nächsten Tag über ziemlichen Strassenlärm in der Nacht. Ich hatte offenbar mehr Glück, mein Zimmer lag der Strasse abgewandt.
115 - Nakh..ammarat.JPG
Nachdem wir uns im Zimmer eingerichtet hatten, haben wir uns auf eine kleine Sightseeing Tour durch die Stadt gemacht. Die Stadt ist sehr langgezogen und verläuft über 10 km entlang von zwei parallelen Hauptstrassen. Zum Glück ist die Stadt so einfach aufgebaut. So konnten wir einfach in ein Songthaew einsteigen, ohne dass wir uns versichern mussten, wohin es fährt. Es fährt einfach entlang der Hauptstrasse, entweder nach Norden (Richtung Zentrum) oder nach Süden (Richtung Tempel: Wat Phra Mahathat).
Da es hier fast keine Touristen gibt (wir hatten in Nakhon ausser uns bloss etwa 4 westliche Leute gesehen), hatten wir irgendwie das Gefühl, dauernd beobachtet resp. angestarrt zu werden. Ist irgendwie noch komisch. Was aber schön war, die Kinder haben einen gemustert und bestaunt und wenn sie von der Schule auf dem Heimweg waren, vom Songthaew gewunken und sich gefreut, wenn man zurückwinkt.
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In der Nähe des Wat Phra Mahathat gibt es ein Handicraft Center. Das heisst: Ein kleiner Markt mit verschiedenen Ständen mit Handwerkserzeugnissen aus der Gegend. Da wir im Reiseführer gelesen habe, dass hier noch der einzige Platz sei, wo noch die Schattenspiele aufgeführt werden, war ich in der Hoffnung, hier Schattenspiel-Figuren zu sehen resp. als Souvenir zu kaufen.
Und auf diesem Markt wurden wir fündig!
Zwar nicht genau so, wie ich sie mir vorgestellt habe, sondern noch schöner. ;-) Aus Tierhaut (Leder) gestanzt, mit vielen Ornamenten verziert und schön bemalt.
Drachen.jpg
Nun die Frage, wie man das ganze transportiert, so dass es zuhause auch noch einigermassen heil ankommt? Man kann es zusammen mit einem Karton rollen! Und aus zwei PET-Flaschen habe ich dann noch eine Hülle dafür gebaut, so dass den Figuren nichts passieren sollte bis in die Schweiz.

Ich bin froh, dass wir diesen Trip nach Nakhon unternommen haben und nicht wie alle anderen direkt nach Krabi gefahren sind. So konnten wir mal eine echte thailändische Stadt erleben. Und wir konnten uns beweisen, dass wir auch dort zurechtkommen, ohne dass alle Leute Englisch sprechen.

Posted by ulebule 08:00 Archived in Thailand

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