A Travellerspoint blog

Nächste Station - Koh Samui

semi-overcast 32 °C

Nach 3 Tagen auf Koh Tao zieht es uns weiter... Mit einer Fähre wollen wir nach Koh Samui.

Die Überfahrt mit der Fähre
Da wir mit dem Zustand der Fähre und wie die Überfahrt nach Koh Tao abgelaufen ist (vom Film mal abgesehen... ;-) ) zufrieden waren - was gemäss Reiseführer offenbar nicht selbstverständlich ist - haben wir wieder Lomprayah als das Unternehmen unseres Vertrauens ausgewählt.
(Es ist nicht abzustreiten, dass die bei der ersten Fahrt ausgehändigten Rabatt-Zettel für eine weitere Fahrt uns auch noch etwas geholfen haben, Vertrauen aufzubauen ;-) )
Als Sascha vom Ticket-Office zurückkommt, hat er nebst dem erwarteten Rabatt noch zusätzlichen Rabatt erhalten. So bezahlten wir bloss 350 Baht statt offiziell 550 Baht!
Dazu kommt noch ein Transfer mit Minibus an die gewünschte Bucht auf Samui. Alles im Ticketpreis inbegriffen! Lomprayah rulez! [Link]
Die für die Auswahl des On-Board-Entertainment Programm zuständigen Personen scheinen eine Affinität für von der Navy gesponserte Hollywood-Filme zu haben: Dieses Mal ist uns "Behind Enemy Lines" entgegengeflimmert. Gut, dieser Film ist etwas besser als "Stealth". Nächstes Mal bringen sie dann wohl "Top Gun"! ;-)
Zuerst läuft die Fähre die Insel Koh Pha Ngan (ausgesprochen: Koh Pahahn) an. Diese wird vom Reiseführer aber eher als Partyinsel beschrieben, weshalb wir diese Insel "überspringen" und gleich nach Koh Samui reisen. (Ausserdem wäre auf Koh Pha Ngan der Film noch nicht zu ende gewesen. ;-) )
Die Fähre legt ausserhalb der Mae Nam Beach an. Dort hat es unzählige Microbusse, die einen dann an die gewünschte Bucht bringen. Anhand der Beschreibungen der Buchten und der Bungalows im Reiseführer haben wir uns für die Mae Nam Bucht entschieden.

Die Suche nach einem Bungalow
Dort wollen wir uns zuerst mal die Bungalow-Anlage Koseng 2 ansehen, die von einem Schweizer geführt werden soll. Dies war auch der Fall: Thomas, ein Berner, ziemlich schräger, aber liebenswürdiger Typ, vermutlich Ex-Bronco oder so. ;-) (Anm. d. Red.: nicht alle Berner, die Thomas heissen sind automatisch schräge Typen, auch wenn die Chance ziemlich hoch ist... ;-) )
Die Bungalows sind zwar ziemlich preiswert, waren uns dann aber doch etwas zu rustikal. Karin und ich entschieden uns, noch ein paar Bungalows entlang des Strands anzuschauen, während Sascha das Gepäck "bewacht". Notfalls könnten wir ja immer noch aufs Koseng zurückgreifen.
Auf dem Plan haben die Alternativen ziemlich nah ausgesehen. Effektiv sind wir dann aber doch etwa 1 km am Strand entlang gegangen, bis wir das Palm Point Village entdeckten. Schöne Bungalows, etwa gleich im Preis wie das Black Tip auf Koh Tao. Und auch noch zwei Bungalows gleich nebeneinander. Super. Wieder den gleichen Weg zurück, um Sascha Bescheid zu sagen und schlussendlich auch das Gepäck abzuholen.
Das Gepäck! - 1 km Fussmarsch mit 20 kg am Rücken, dann noch am Strand, wo man 2 Schritte vorwärts und dann einen zurück macht? Wir machen den Umweg, wo wir dann entlang der Hauptstrasse gehen können.
Als Traveller macht man etwas mit. Vorallem auch, wenn man vermutlich viel zu viel eingepackt hat, da man ja nicht weiss, was man dann auch benötigen wird und was nicht.
Schlussendlich sind wir dann im Palm Point Village [Link] eingetroffen und auch Sascha war mit unserer Wahl einverstanden.
Das Resort scheint ein Familienbetrieb zu sein. Sehr nette und sympathische Besitzer.
Insgesamt ist es auf Koh Samui etwas heisser als auf Koh Tao. Aber auch hier regnet es jeweils 1-2 h pro Tag.
Am dritten Tag haben wir beschlossen, eine Insel-Rundfahrt mit Motorrollern zu machen. Deshalb haben wir an den verschiedenen Motorrad-Vermietungen eine kleine Preisumfrage gestartet. Nachdem sich aber Karin in die Automatik-Roller in der schicken Farbe: Pink verliebt hatte, waren weitere Anfragen aber eh überflüssig, da wir vermutlich eh diese nehmen müssen, selbst wenn's an einem anderen Ort noch günstiger wäre.

Eine Inselrundfahrt, die ist lustig...
Wie gesagt, machten wir eine Inselrundfahrt mit dem Roller.
Und weil man für einen solchen Ausflug, der den ganzen Tag dauert, auch gut gestärkt sein soll, sind wir mit den Rollern zum Koseng 2 gefahren und haben dort ein Schweizer Z'Morge (Röschti, Spiegelei, Toast und Kaffee) gegessen.
So eine Insel-Tour macht wirklich Spass, man sieht etwas von der Insel: Big Buddha - die verschiedenen Buchten (inkl. Shopping in Chaweng) - Hin Ta/Hin Yai (Grossvater- und Grossmutter-Felsen) - Aussichtspunkte über die Küste und auch Wasserfälle.
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Und so wollten wir zum Na Muang Wasserfall. Wir sind ein wenig nach Karte gefahren und aber auch viel nach Wegweiser. Und so sind wir dann zu einem Wegweiser gekommen, der auf einen Wasserfall weist. Und am Elefanten-Trekking-Camp sind wir auch vorbeigekommen, das man gemäss Reiseführer kurz vorher passieren soll. Und so haben wir ein Ticket für 20 Baht gelöst und machten uns in den Dschungel, immer den Wegweisern zum Wasserfall entlang. Es war schon noch komisch, dass dieser bekannte Wasserfall, zu dem vermutlich auch irgendwelche Ausflüge organisiert werden, wo irgendwelche Touristen, welche nicht so gut zu Fuss sind wie wir, über einen so schlechten Weg quer durch den Dschungel zugänglich ist. Egal, wir wollen ja schliesslich nicht, dass da eine Autobahn durch den Dschungel gebaut wird, nur dass Opas und Omas im Rollstuhl (oder noch schlimmer: fette Amis im Pickup) zum Wasserfall fahren können. Also weiter auf dem Dschungelweg.
Bis es plötzlich zu regnen beginnt. a) macht es nicht so Spass, zu wandern wenn es regnet b) wurden plötzlich die Steine rutschig
Deshalb warteten wir mal unter einem Busch, ob es in den nächsten Minuten wieder aufhört. Wir warteten dort etwa 20 Minuten bis eine halbe Stunde, bis der Regen etwas nachgelassen hat. Dann haben wir mal nachgesehen, wie der Weg weitergeht. Da haben wir gesehen, dass man auch noch etwa 50 Meter durch ein etwa hüfttiefes Wasserbecken waten müsste. Das war uns dann doch etwas zu viel Dschungel-Feeling, wir wussten ja nicht, was da für Viecher am Grund dieses Tümpels sind!
Also haben wir mal umgekehrt und zwar diesen Wasserfall nicht gesehen, aber Regenwald-Feeling (inklusive Regen) hatten wir ja. Immerhin etwas.
Gemäss Karte müsste es weiter oben am Berg noch einen zweiten Wasserfall geben, also weiter mit dem Roller den Berg hinauf. Da Karin und Sascha zu zweit auf dem Roller waren, war es ab und zu etwas zu steil, so dass der Roller nicht mehr richtig mitmachte.
Wir haben vereinbart, dass ich mal oben zum Wasserfall fahre und schaue, ob sich die Fahrt nach oben überhaupt lohnt.
Also bretterte ich den Berg hinauf.
Dort wo man den Roller stehenlassen muss und zum Wasserfall gehen müsste, hat's auch noch einen Aussichtspunkt. Also habe ich mal zuerst diesen Aussichtspunkt ausgecheckt. Ja, die Aussicht ist schon nicht übel. Also machte ich mich auf den Weg runter, wo Karin und Sascha warten sollten, so dass ich ihnen berichten konnte.
Doch sie waren nirgends auf der Strasse anzutreffen, bis ich schlussendlich wieder unten bei der Abzweigung zum ersten Wasserfall war! Wo sind sie?

Jetzt heisst es doch noch "Tom allein auf Samui"
Also wieder nach oben zum zweiten Wasserfall, weil rückblickend habe ich einen Roller gehört, als ich auf dem Aussichtspunkt war. Bei der Abzweigung zum zweiten Wasserfall waren sie nicht, also fahre ich mal noch ein wenig weiter nach oben, vielleicht sind sie daran vorbeigefahren, obwohl man das Wasserfall-Schild eigentlich nicht übersehen kann. Doch plötzlich wird die Asphalt-Strasse zur Naturstrasse, ich kann mir kaum vorstellen, dass sie dort weitergefahren sind. Aber wo sind sie? Hier oben sind sie nicht, am Ort wo wir uns getrennt haben, sind sie ja auch nicht, also können sie nur unten bei der Abzweigung von der Hauptstrasse auf den Berg hinauf sein. Also bin ich noch einmal zur Abzweigung zum ersten Wasserfall hinab und habe dort gefragt, ob die zwei auf einem Roller hier vorbeigekommen seien. Die Frau am Getränkestand hat niemanden geshen... Ok, ist ja schliesslich auch nicht ihr Job, Erhebungen darüber zu machen, wer hier auf der Strasse hoch und runter brettert. Also sind sie vielleicht unbemerkt durchgefahren.
Natürlich habe ich auch noch versucht, die beiden auf dem Natel zu erreichen - "Bitte rufen Sie später an..."
Also wartete ich mal unten bei der Abzweigung von der Hauptstrasse auf den Berg hinauf.
Und nach etwa einer Viertelstunde kommen sie daher. Ich habe eine Stinkwut und das erste was ich höre ist ein Vorwurf: "Was machst Du denn hier unten? Wir haben Dich oben auf dem Berg gesucht!". Dann habe ich mal meinen Standpunkt dargebracht, dass ich genauso gesucht hätte und wenn sie nicht ganz oben waren, unten beim ersten Wasserfall auch nicht, und ich schlussendlich zweimal nach oben und unten gefahren bin, dass dann nur noch die Variante war, dass sie vielleicht hier unten wären. Weitere Schuldzuweisungen brachten uns ja auch nicht weiter, also vereinbarten wir dass wir dann zuhause im Bungalow ein Versöhnungsbier zu us nehmen werden. Und damit sollte die Sache abgeschlossen sein für diesen Tag.
Mal von diesem Zwischenfall abgesehen, war die Inselrundfahrt wirklich cool und wir haben viel von der Insel gesehen. Das ganze nicht organisiert mit einem Bus, sondern im eigenen Tempo mit dem Roller, war eine sehr gute Sache. Der Reiseführer warnte vor Verkehrsunfällen. Deshalb trugen wir auch fleissig unsere Helme (wir waren vermutlich die einzigen auf der Insel, die Helme trugen) und fuhren auch sehr vorsichtig. Erste Grundregel: Die anderen haben immer Vortritt! Damit kommt man gut voran und auch heil zurück. ;-)

Posted by ulebule 08:00 Archived in Thailand

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Comments

Wir haben gedacht, dass Du nach Hause fliegst um zu arbeiten. Bist Du jetzt Schriftsteller geworden (same same, but different; halt Computer und so?). Sind in Bangkok gestrandet, äh angekommen (Strand fehlt). Bis bald... Kasa

by kasa

Arbeiten Schriftsteller denn nicht? ;-) Nein, ich denke einfach, dass ich in nächster Zukunft mein Gekritzel im Logbuch nicht mehr lesen kann. Darum muss ich das jetzt ziemlich rasch fertigstellen.
Aber wie Ihr wisst, kann ich mich eben so schlecht kurz fassen...

by ulebule

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