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Anreise: Zürich - Singapore - Bangkok

Ob's wohl 'Tom alleine in Bangkok' heisst?

semi-overcast 28 °C

Mit genau 20kg schwerem Rucksack mache ich mich mit dem Zug auf den Weg nach Zürich zum Flughafen.
Das Check-In klappt super, ich erhalte die Boardkarte bereits für den Flug Singapore - Bangkok. Wäre bei einem Aufenthalt von ca. 45 Minuten auch etwas knapp geworden, wenn ich in Singapore noch einmal alles einchecken müsste.
Das Boarding erfolgt pünktlich und auch beim Start gibts keinerlei Verzögerungen.

Fliegen mit Singapore Airlines heisst "Unterhaltung pur"
Das KrisWorld Unterhaltungssystem bietet ca 80 Filme (Video-on-demand), 220 CDs (Audio-on-demand). Das heisst, man kann den Film starten wann man will, unterbrechen wann man will. Wie wenn man einen eigenen DVD-Player im Sitz eingebaut hätte!
Dazu kommt noch eine Sammlung von Spielen, zT sogar Multiplayer-Spiele: Die Passagiere können z.B. in einem Quiz gegeneinander antreten! In der Rangliste steht dann sogar die Sitznummer - Einen Technik-Freak wie mich können solche Features eben begeistern... ;-)
Und was mich bei Singapore Airlines ebenfalls positiv überrascht hat: Die Menus, die serviert wurden, haben nicht nach Flugzeug-Food geschmeckt!
Das Ganze wird noch abgerundet von hübschen Flight Attendants in sehr schönen Uniformen... ;-) (wer schon einmal SIA geflogen ist, wird mir sicher beipflichten)

Also alles in allem war ich begeistert vom Service und dem ganzen Drum und Dran. Und wenn ich Kit, einem Customer Relations Manager von Siemens in Singapore, glauben kann, dann ist KLM noch einmal eine Klasse besser. Naja, dann muss ich das nächste Mal wohl noch KLM testen. ;-)

In Singapore habe vom Ankunft-Gate gleich zum nächsten Abflug-Gate gewechselt und konnte gleich ins Flugzeug einsteigen.
Dieser Flug dauerte bloss noch etwa 1.5 Stunden. Diese nutzte ich, um noch ein wenig zu schlafen. Denn bei diesem Unterhaltungs-Angebot habe ich im vorherigen Flug fast nicht geschlafen!
Aber ich kann dann ja noch im Zug nach Chumphon ein wenig schlafen...
06 - Anflug Bangkok.jpg
Tom alleine in Bangkok?
In Bangkok gelandet, hiess es herauszufinden, ob Karin und Sascha bereits gelandet sind. Per SMS hat Sascha geschrieben, dass sie mit Indischer Pünktlichkeit boarden konnten. Naja, wenn man mich fragt, was Indische Pünktlichkeit bedeutet, dann kann das zwischen 0 Minuten Verspätung bis mehrere Tage Verspätung alles bedeuten. Kommt eben darauf an, ob sich eine Kuh in Bombay auf die Start-Piste verirrt hat oder nicht. Falls ja, dann kanns etwas länger dauern.
Aber gemäss Ankunftstafel haben sie bloss 20 Minuten Verspätung. Also mit dieser Indischen Pünktlichkeit kann ich sehr gut leben!
Dann mache ich mich mal auf den Weg zum vereinbarten Treffpunkt: Das Restaurant im Terminal 2. Vorbei am laut schreienden Taxi-Verkaufsstand, durch die Menschenmenge, die irgendwelche angekommenen Passagiere abholen möchten, zum Restaurant, das nicht geöffnet hat...
Irgendwie ist es witzlos, mitten in dieser Menschenmenge zu warten, wo man einander eh nicht findet, wenn das Restaurant auch noch zu ist.
Also wieder zurück durch die Menschenmenge, vorbei am immer noch laut schreienden Taxi-Verkaufsstand an den Exchange-Schalter. Während ich auf Karin + Sascha warte, kann ich ja ruhig ein paar Euro in Baht wechseln.
Danach warte ich ausserhalb der Menschenmenge darauf, dass Karin + Sascha auftauchen.

Nach einer Weile (etwas nach 11 Uhr) tauchen dann zwei Bleichgesichter mit einem Gepäck-Wagen und zwei riesigen Rucksäcken auf. Das können ja nur Karin und Sascha sein. Ich glaube, der Stein, der mir vom Herzen gefallen ist, konnte in der ETH in Zürich auf einem Seismographen registriert werden.

Nach einem ersten Informationsaustausch (ich schwärme von super Service bei Singapore Airlines, sie erzählen von Bombe in Bombay, Chaos im Flughafen, Gepäck identifizieren) versuchen wir herauszufinden, wie wir am besten nach Bangkok in die Stadt kommen.
Die Flughafen-Information, die ich gefragt habe, wusste nichts von einem Zug, es gebe nur Taxis und den Flughafen-Bus. Karin und Sascha sind im Terminal 1 angekommen und haben dort Wegweiser zu einem Zug-Terminal gesehen. (Das war ja eine ziemlich gut informierte Flughafen-Informations-Angestellte)
Also, mein Rucksack auch auf den Gepäck-Karren und ab ins Terminal 1 zum Zug-Terminal.
Dort angekommen, finden wir heraus, dass der nächste Zug erst in etwa einer Stunde abfährt. Der Flughafen-Bus sollte gemäss Reiseführer häufiger fahren. Also wieder zurück ins Terminal 2 (vorbei am laut schreienden Taxi-Verkaufsstand) und in den Flughafen-Bus. Tatsächlich fährt dieser in den nächsten 10 Minuten, also ideal!

Hilfsbereit sind sie, die Thais
Unser Ziel war es, den 13:00 Zug in den Süden zu erwischen. Wir waren schon etwas knapp dran (wir sind 12:50 mit dem Bus am Bahnhof angekommen), da hält uns eine Angestellte vom Tourismus-Büro an, wohin wir denn wollen. Alle drei antworten ihr gehetzt: Southern Line, wo können wir Tickets kaufen? Sie kramt seelenruhig einen Fahrplan heraus, erklärt uns langfädig, was für Züge wir nehmen könnten.
Das wissen wir ja alles bereits! Und wir haben nur 10 Minuten bis der Zug fährt. (Wir sind halt noch gestresste Europäer und hatten noch keine Gelegenheit, unsere Mentalität auf Thailändische Gelassenheit herunterzuschrauben)
Schlussendlich zeigte sie uns, wo der Ticketschalter liegt.
Dort das gleiche Spiel, ein Mitarbeiter erklärt uns bereitwillig alle Optionen, die wir haben, bevor wir überhaupt zum Schalter kommen. Er empfielt uns dauernd den Nachtzug, dann können wir noch Bangkok besichtigen. An und für sich ein super Vorschlag, aber leider nicht, wenn man schon so um die 20 Stunden unterwegs ist, inkl. Bombenstimmung in Bombay... ;-)
Unsere Devise lautet einfach: Möglichst rasch in einen Zug, der wenn's geht auch noch in die richtige Richtung losfährt. Eben der 13:00 Zug. Der sei ausgebucht, sagt uns die Billet-Verkäuferin am Schalter. Dann nehmen wir eben den nächsten. Dabei handelt es sich um einen 2nd class Sleeper. Ok, gebucht.

Bei Getränken kein Eis und nichts trinken, was mit Wasser angerührt wird!
Um die Zeit ein wenig zu überbrücken und auch den mittlerweile sich arbeitslos fühlende Magen etwas zu beschäftigen, haben wir ein Restaurant gesucht. Der Food-Court ist uns (noch) etwas zu ursprünglich, wir wollen unseren noch nicht akklimatisierten Magen nicht gleich überfordern. Also suchen wir ein Restaurant.
Ich bestelle ein Red Curry und ein Eistee (wir haben überall Dosen-Automaten gesehen mit Lipton Eistee, also sollte das sicher auch so einer sein). Denkste! Das Glas voll Eis, darin irgend ein schräges Getränk, was sicher nichts mit Lipton Eistee zu tun hat. Naja, da hat der Magen schon einmal eine erste Prüfung. Wenn er das übersteht, dann wird's wohl für die nächsten 3 Wochen keine Probleme geben. ;-)
Vielleicht hat das Curry gleich alle Bakterien weggeätzt oder vielleicht ist mein Magen doch ziemlich robust. Jedenfalls, diese Prüfung hat er super gemeistert!
01 009.jpg 15 - Zug Chumphon.JPG
Ein Königreich für ein Guesthouse in Chumphon
Um 23:00 in Chumphon (ausgesprochen: Tschum-pohn) angekommen, machen wir uns auf die Suche nach einem Guesthouse. Am Morgen früh wollen wir die Fähre nach Koh Tao nehmen.
Gemäss Reiseführer sollte das Suda Guesthouse gut sein. Mit Hilfe des Plans war es auch sehr einfach zu finden. Aber es scheint geschlossen zu sein, jedenfalls war kein Licht zu sehen.
Da stehen wir wie bestellt und nicht abgeholt vor dem Eingang zum Guesthouse, da kommt ein Nachbar und fragt uns, ob wir ins Guesthouse wollen. Wir bejahen, da drückt er für uns die (ziemlich gut versteckte) Nachtglocke. Da öffnet eine Frau, bereits im Pyjama.
Das Zimmer ist einfach, aber für eine Nacht total ausreichend. Sogar eine Dusche haben wir. Ideal. (Wenn man wüsste, wie dieser Mini-Elektro-Boiler funktionieren würde, dann könnte man sogar warm duschen. Naja, kalt duschen gehört zum allgemeinen Abhärtungs-Programm für mich als Traveller-Schnupper-Lehrling.)
Die Tickets für die Fähre haben wir bereits im Guesthouse kaufen können, so werden wir dann am Morgen früh von einem Pickup der Fähre abgeholt.
Müde von der langen Reise schlafen wir ziemlich rasch ein. Und noch rascher piepst mein als Reise-Wecker umfunktionierter Tauchcomputer und lässt uns aufstehen, damit wir den Pickup zum Pier erwischen.

Noch ein paar Worte zu den nachfolgenden Berichten in diesem Blog.
Wir haben uns in erster Linie auf die Informationen aus den Handbüchern "Thailand" und "Thailand - Der Süden" von Stefan Loose Travel Handbücher gestützt, nachfolgend jeweils "der Reiseführer" genannt. Wir sind also nicht von einem Reiseführer aus Fleisch und Blut durchgeschleust worden.
Ich beschreibe die Dinge, wie ich es erlebt habe oder wie es bei uns war. Falls ich etwas falsch beschreibe, jemand etwas komplett anders erlebt hat, dann bitte ich ihn, mir dies mittels Kommentar mitzuteilen. Natürlich freue ich mich über jegliche Kommentare, nicht nur Korrekturen. ;-)

Posted by ulebule 08:00 Archived in Thailand

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